Haushalt 2021 unter dem Eindruck der Corona-Pandemie beschlossen

Mit einem Volumen von 55 Millionen Euro für das Jahr 2021 hat der Rat der Stadt Northeim am Donnerstag, den 10.12.2020 den Haushaltsplan beschlossen.

Das Bild zeigt Geldscheine.

Die Vorzeichen unter denen die Verwaltung diesen Haushaltsplan aufstellen musste, haben sich gegenüber den Vorjahren spürbar verändert. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie werden im städtischen Haushalt in den kommenden Jahren deutliche Spuren hinterlassen, da die Entwicklung der Steuereinnahmen deutlich hinter dem zurückbleibt, was in den Vorjahren prognostizert wurde.

Das vom Bund und dem Land Niedersachsen im Sommer auf den Weg gebrachte Kommunale Hilfsprogramm, welches u.a. die Kompensation von Gewerbesteuerausfälle vorsieht, hat den städtischen Haushalt im Jahr 2020 um rd. 6,4 Mio. € entlastet. Daher ist auch für das Haushaltsjahr 2020 ein positives Jahresergebnis zu erwarten. Jedoch ergeben sich hieraus im Rahmen des Kommunalen Finanzausgleichs Wechselwirkungen, die das Haushaltsjahr 2021 entsprechend belasten.

Finanzpolitisch vorgesorgt

Der beschlossene Haushalt weist für das Jahr 2021 einen Fehlbedarf in Höhe von 4.926.200 € auf. Bis zum Jahr 2024 werden im Ergebnishaushalt kumuliert Jahresfehlbedarfe von 3.886.500 € ausgewiesen. „Für eine solche Talsohle hat die Stadt Northeim in den wirtschaftlich guten Zeiten finanzpolitisch vorgesorgt, sodass die Defizite zum jeweiligen Jahresende durch die Inanspruchnahme der Überschussrücklage fiktiv ausgeglichen werden können, erläutert der Leiter der Abteilung Finanzmanagement Nils Backhauß.

„Die Stadt Northeim hält trotz der schwierigen Rahmenbedingungen am zukunftsweisenden Investitionsprogramm von rd. 40,3 Mio. € bis zum Jahr 2024 fest“, so Bürgermeister Simon Hartmann. Hierin enthalten sind rd. 16,5 Mio. €, die im Rahmen der Konzernfinanzierung an die Northeimer Sport- und Freizeit GmbH i.G. und die SWN Stadtwerke Northeim GmbH ausgeliehen werden. Hierdurch wird u.a. der Ersatzneubau der Sporthalle am Schuhwall finanziert.

Für die Finanzierung ist die Stadt Northeim auf Kreditaufnahmen in Höhe von rd. 22,6 Millionen Euro bis zum Jahr 2024 angewiesen. Die Nettoneuverschuldung für diesen Zeitraum beliefe sich somit auf rd. 14,1 Millionen Euro.

„Abschließend spreche ich einen besonderen Dank an die ehrenamtlichen Beteiligten im Rat und den Ortsräten aus, die sich trotz der besonderen Situation engagiert in den Aufstellungsprozess eingebracht und über die finanzielle Zukunft der Stadt Northeim beraten und letztlich mit großer Mehrheit beschlossen haben“, so Bürgermeister Simon Hartmann abschließend.