Fachwerkfünfeck

Öffentlichkeitsbeteiligung im Fachwerk-Fünfeck - Das Projekt verläuft nach Zeitplan.

Das Projekt „Fachwerk-Fünfeck“ der Städte Einbeck, Duderstadt, Hann. Münden, Northeim und Osterode am Harz verläuft nach Zeitplan.

Das berichtete Bürgerrmeister Wolfgang Nolte und die vier weiteren Bürgermeister aus Einbeck (Dr. Sabine Michalek), Hann. Münden (Harald Wegener), Northeim (Hans-Erich Tannhäuser) und Osterode (Klaus Becker) im Rahmen eines Pressegespräches in Duderstadt.

Im Projekt Fachwerk-Fünfeck arbeiten die fünf Städte gemeinsam an einer Strategie zur Standort- und Wiıtschaftsbelebung, um die Region zum Wohnen, Arbeiten und Leben für die Zukunft attraktiv zu gestalten. Das Projekt soll neue Impulse für den Tourismus, die Gestaltung der Städte und die Wirtschaft setzen und zugleich das Bewusstsein für die Besonderheit des kulturellen Erbes schärfen. Neben Studien und Konzepten spielt die Bürgerbeteiligung eine wichtige Rolle. Schon im ersten Halbjahr 2016 sollen zu diesem Zweck Workshops mit interessierten Bürgern und Fachleuten stattfinden.

Als eines der ersten Projekte hat in Einbeck die Planung zur Umgestaltung der sogenannten Magistrale der Baukultur begonnen. Es handelt sich dabei um den Straßenzug der Tiedexer Straße über den Marktplatz in Richtung des ZOB. Aus Mitteln des Fachwerk-Fünfecks wurden Vermessungsarbeiten durchgeführt. Es folgt nun, unter Beteiligung der Einbecker Öffentlichkeit, die Planung einer möglichen Umgestaltung. Dazu fand am 5. November eine öffentliche Auftaktveranstaltung mit reger Teilnahme statt.

Parallel dazu wurde der Fachwerk-Experte Professor Manfred Gerner mit einem Gutachten über die kulturhistorische Bedeutung des Fachwerk-Bestandes in den fünf Städten beauftragt. Die wissenschaftliche Betrachtung soll helfen die Bedeutung der denkmalgeschützten Bausubstanz im nationalen Umfeld einzuordnen. Mit Ergebnissen rechnet das Fachwerk-Fünfeck im Frühjahr 2016.

Das Projekt unterstützt außerdem das Engagement von Fachwerk-Aktivist Bernd Demandt aus Hann. Münden. Er plant ein Kunstfestival, das im Herbst 2017 in allen fünf Städten des Fachwerk-Fünfecks stattfinden soll. Das Konzept eines Denkmalkunst- Festivals wurde in Hann. Münden bereits viermal zwischen 2007 und 2013 getestet: in ungenutzten, unsanierten und verlassenen Baudenkmälern präsentierten Künstler ihre Werke. Malerei, Skulpturen, Musik, Theater und Performance waren jeweils neun Tage lang in den leerstehenden Häusern, Türmen, Höfen und Gewölbekellem zu sehen und erweckten diese zu neuem Leben - ein Kulturfestival, das die Besucher in besonderem Maße faszinierte. Insgesamt neun der Häuser wurden daraufhin von Festivalbesuchern gekauft und restauriert. Für das große Festival 2017 werden viele ehrenamtliche Helfer gesucht, die dazu beitragen möchten, dass dieses Ereignis stattfinden kann.

Das interkommunale Projekt Fachwerk-Fünfeck, dessen Fokus auf der Zusammenarbeit der Kommunen in unterschiedlichen Handlungsfeldern liegt, wurde vom Bundesbauministerium (BMUB) in das Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ aufgenommen und hat als Fernziel die Anerkennung der südniedersächsischen Fachwerkregion als Weltkulturerbe.