Standortgemeinschaft übergibt Verkehrskonzept

Bürgermeister Simon Hartmann fordert beteiligungsorientierte Debatte über künftige Verkehrsführung in der Innenstadt.

Das Bild zeigt Bernd Sommer, Vorstandsmitglied KSN, Simon Hartmann, Bürgermeister, Ulf Ohlmer, Mitglied der Standortgemeinschaft und  Alexander Rudnick, Citymanager

Foto: Anja Mooslehner, von li nach re: Bernd Sommer, Vorstandsmitglied KSN, Simon Hartmann, Bürgermeister, Ulf Ohlmer, Mitglied der Standortgemeinschaft und Alexander Rudnick, Citymanager

Bürgermeister Simon Hartmann fordert angesichts des vorgelegten Verkehrskonzepts durch die Standortgemeinschaft eine zielführende, offene, umfassende Diskussion und Bürgerbeteiligung über die künftige Verkehrsführung in der Innenstadt. Am Mittwoch, dem 23.10.2019 erfolgte durch Alexander Rudnick, Citymanager, Bernd Sommer, Vorstandsmitglied KSN und Ulf Ohlmer, Mitglied der Standortgemeinschaft die offizielle Übergabe des Konzepts an Bürgermeister Simon Hartmann.

Simon Hartmann: „Ich bin der Standortgemeinschaft dankbar, dass sie mit dem Verkehrskonzept einen Stein ins Wasser geworfen hat, der eine neuerliche zielführende Diskussion ermöglicht. Mit dem Verkehrskonzept wird auch konsequent aufgegriffen, was die Standort- und Potentialanalyse dargelegt hat. Schon seit ihrer Einrichtung wird das Thema Fußgängerzone diskutiert, nicht nur über die Größe, auch über die Funktion der Fußgängerzone gibt es unterschiedliche Meinungen.  Das zeigt deutlich, dass den Northeimerinnen und Northeimern ihre gute Stube sehr am Herzen liegt und ihnen das Thema wichtig ist, das freut mich sehr.

In der Vergangenheit wurden zahlreiche Ideen erörtert, unter anderem ob die Fußgängerzone befahren werden könnte. Letztendlich wurden diese Vorschläge mangels politischer Rückendeckung aber nicht verwirklicht. Die aktuellen Vorschläge der Standortgemeinschaft werden den Ratsfraktionen und den Beiräten nun zur Beratung zugeleitet. Mein Ziel ist es, dass die Vorschläge in einem Mobilitätskonzept für die Innenstadt gewürdigt und bewertet werden. Zudem ist es wichtig, dass wir uns schnell auf die Punkte verständigen, die Konsens sind. Das erleichtert die Aufbereitung der anderen Punkte. Erste konkrete Maßnahmen rund um die Fußgängerzone möchte ich bereits im kommenden Jahr umsetzen. Für die künftige Grundstruktur der Fußgängerzone möchte ich nach einem öffentlichen Dialog dann einen klaren politischen Beschluss des Stadtrates haben.

Gesamtpaket muss stimmig sein

Eine attraktive Fußgängerzone muss jedoch mehr haben, als nur eine gute Verkehrsführung. Sie muss als Gesamtpaket stimmig sein, das heißt für mich:  attraktive Geschäfte für den Einkauf, interessante Veranstaltungen, eine gute Erreichbarkeit mit Bus oder Fahrrad, aber auch eine Verbesserung der Umgebung mit Bänken oder Spielmöglichkeiten für Kinder. Hinsichtlich der künftigen Möblierung der Fußgängerzone ist die Aufstellung von Musterbänken geplant, hierfür sind Haushaltmittel vorgesehen. Die Einwohnerinnen und Einwohner möchte ich dann in der Frage der künftigen Möblierung ebenfalls zu Wort kommen lassen.

Haushaltsmittel vorgesehen

In bestimmten Bereichen der Fußgängerzone sollten sich  Fußgängerinnen und Fußgänger aller Altersgruppen sicher fühlen und frei bewegen können. Um dies sicherzustellen, sind für das nächste Jahr Haushaltsmittel für eine erste Teilanschaffung von versenkbaren Pollern vorgesehen. Denn gleichzeitig muss die Erreichbarkeit für Rettungsdienste, Anwohner, Taxen und Geschäftsinhaber und deren Lieferanten zu bestimmten Zeiten möglich sein. Ebenso müssen wir dafür sorgen, dass es älteren Bewohnern möglich ist, gesundheitsnahe Dienstleistungsangebote und/oder Nahversorgungsangebote zu erreichen. Gemeinsam mit der Standortgemeinschaft, dem Citymanagement, dem Sanierungsausschuss und dem Sanierungsbereit arbeitet die Stadt Northeim engagiert an einer zukunftsfähigen Innenstadt. Das wird auch für mich eine Mammutaufgabe für die nächsten Jahre bleiben.“