Richtig ist, dass bei einer Brandverhütungsschau im Jahr 2018 Mängel festgestellt wurden. Diese sind seitdem schrittweise bearbeitet und Maßnahmen in Abstimmung mit der Bauaufsicht und dem Landkreis Northeim umgesetzt worden.
Dazu gehört unter anderem die Sicherstellung eines zweiten Rettungsweges im zweiten Obergeschoss. Auch 2026 fanden weitere Begehungen durch den Brandschutzbeauftragten des Landkreises und den städtischen Arbeitsschutz statt.
Hinsichtlich eines fehlenden zweiten Rettungsweges aus dem historischen Münzkeller ist anzumerken, dass dieser seitens des Landkreises Northeim weder in 2018 noch in 2026 bemängelt wurde. Daher ergab sich keine Veranlassung, hier tätig zu werden. Die Stadtverwaltung bedauert es, dass in einer Presseverlautbarung der FDP-Fraktion behauptet wurde, dass ein fehlender zweiter Rettungsweg im Bereich Münzkeller in der Brandverhütungsschau bemängelt worden sei. Dies ist nicht korrekt!
Gleichwohl hat die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher in allen Bereichen des Heimatmuseums höchste Priorität und wird regelmäßig in den Fachabteilungen beraten. Es entsteht daher der Eindruck, dass unvollständige Informationen in den öffentlichen Diskurs eingebracht wurden und werden.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Brandmeldeanlage. Die bestehende Anlage ist weiterhin funktionsfähig und wird durch eine Fachfirma regelmäßig und nach gesetzlichen Vorgaben gewartet. Gleichzeitig ist geplant, sie durch eine neue Anlage zu ersetzen. Die dafür notwendigen Schaltschränke sind bereits installiert und die Leitungen verlegt. Zusätzlich wurde die Erstellung eines neuen Brandmeldeanlagenkonzeptes nach aktuellem Normenstand beauftragt und steht kurz vor der Fertigstellung.
Die Stadt arbeitet kontinuierlich daran, bestehende Mängel zu beseitigen und den Brandschutz im Heimatmuseum weiterzuentwickeln. Dabei geht es nicht allein um einzelne technische Maßnahmen. Gerade bei einem historischen Gebäude müssen bestehende Strukturen, aktuelle Anforderungen und praktische Lösungen miteinander in Einklang gebracht werden.
Zur Diskussion gehört auch der Vorgang zur Akteneinsicht durch die FDP-Fraktion zum Thema. Eine erste Akteneinsicht fand bereits am 31. März 2026 statt. Im Juni wurde um weitere Unterlagen und Schriftverkehr zur Beschaffung der Brandmeldeanlage gebeten. Innerhalb der Verwaltung war vorgesehen, diese Unterlagen nach Vorliegen einer fachanwaltlichen Bewertung dem Rat zur Verfügung zu stellen. Die Stadtverwaltung hat den erneuten Antrag auf Akteneinsicht zunächst anders eingeordnet, als dies von der FDP beabsichtigt war: Eine weitere Akteneinsicht erfolgte schließlich am 4. August 2026.
Dass die FDP den Ablauf und einzelne fachliche sowie rechtliche Fragen anders bewertet, ist Teil der aktuellen politischen Auseinandersetzung. Die Stadtverwaltung weist insbesondere die Darstellung zurück, sicherheitsrelevante Mängel seien über Jahre ignoriert worden. Die vorliegenden Unterlagen zeigen vielmehr einen fortlaufenden Prozess aus Prüfungen, Abstimmungen und konkreten Verbesserungen.
Für die Stadt Northeim bleibt entscheidend: Das Heimatmuseum kann weiterhin genutzt werden. Die bestehenden Brandschutzmaßnahmen werden fortlaufend überprüft und weiter verbessert. Sicherheit hat dabei Vorrang.

