Denn Demokratie lebt nicht allein von Institutionen. Sie entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, miteinander sprechen, unterschiedliche Perspektiven zulassen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Genau dafür bot Northeim an diesem Tag den passenden Rahmen, betont Northeims Bürgermeister Simon Hartmann: „Die Regionalkonferenz macht deutlich, wie wichtig Begegnung und Austausch sind. Durch kreative Projekte und das Engagement der Bürgerinnen und Bürger entsteht eine lebendige und inklusive Gemeinschaft.“
Die Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung, Dr. Ulrike Witt, eröffnete die Veranstaltung und betonte die Bedeutung demokratischen Engagements vor Ort: „Die heutige Veranstaltung zeigt, dass Demokratie vor Ort erlebbar ist. Wenn Menschen aktiv werden und verschiedene Perspektiven einbinden, stärken wir unsere Gesellschaft und unsere Demokratie.“
Im Mittelpunkt der Konferenz standen demokratische Werte, Beteiligung und das Miteinander in einer vielfältigen Gesellschaft. Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich über Projekte und Initiativen informieren, die Integration, Engagement und Zusammenhalt fördern. Dazu gehörten unter anderem die Wanderausstellung „gerufen – gekommen – geblieben: Gastarbeiterbiografien aus Northeim“ des Köprü Integrationsvereins e. V. sowie die Angebote des Mobilen Demokratiezentrums des Landkreises Northeim.
Der „Betzavta-Schnupperkurs“ gab Einblicke in Methoden demokratischer Entscheidungsfindung. Das Theater der Nacht setzte mit dem Figurentheaterstück „Demokra-Tee-Party“ einen kreativen Impuls zu demokratischen Themen und Konflikten. Konkrete Bezüge zur Stadtentwicklung vor Ort stellte das Projekt Lernbaustellen des Vereins Werk-statt-Schule e. V. her. Dort ging es um die Frage, wie Menschen gemeinsam Ideen für leerstehende Orte entwickeln können.
Die Regionalkonferenz fand in Kooperation mit der Stadt Northeim, dem Landkreis Northeim, dem Landespräventionsrat Niedersachsen und dem Landes-Demokratiezentrum Niedersachsen statt. Organisiert wurde sie vom Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig im Auftrag des Bündnisses „Niedersachsen packt an“ gemeinsam mit Stadt und Landkreis Northeim.

