Land Niedersachsen fördert Fachwerk5Eck erneut im Programm „Zukunftsräume“

Neues Projekt „Zu- und Umzug in die Fachwerkregion Südniedersachsen“ startet.

Foto: Imke Heyen von der Geschäftsstelle Fachwerk5Eck und Hauseigentümer Alfred Fischbach vor dem alten Schulhaus in Stöckheim ©Juliane Hofmann

Das Land Niedersachsen fördert den interkommunalen Zusammenschluss Fachwerk5Eck erneut im Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“. Für das neue Projekt „Zu- und Umzug in die Fachwerkregion Südniedersachsen“ stellt es in den kommenden drei Jahren 295.200 Euro zur Verfügung. Es ist bereits die dritte Förderung in dem Landesprogramm für die Städte Duderstadt, Einbeck, Hann. Münden, Northeim und Osterode am Harz.

Ziel des Projekts ist es, Menschen, die sich für einen Umzug oder eine Rückkehr nach Südniedersachsen interessieren, gezielt anzusprechen, zu beraten und bei der Sanierung historischer Gebäude zu unterstützen. Im Mittelpunkt stehen dabei die zahlreichen regionaltypischen Fachwerkhäuser, die das Bild der Städte und Dörfer prägen und zugleich großes Potenzial für neues Wohnen im historischen Bestand bieten.

Die Geschäftsstelle des Fachwerk5Ecks mit Sitz in Northeim beobachtet seit einiger Zeit eine steigende Nachfrage von Zuziehenden, die sich bewusst für das Leben im ländlichen Raum entscheiden und sich für die Sanierung eines Fachwerkhauses begeistern. Darunter sind viele junge Menschen, die in der Phase der Familiengründung in ihre Heimat zurückkehren. Motive sind oft die Suche nach bezahlbarem Eigentum mit individuellem Charakter, hoher Lebensqualität und naturnahem Umfeld. Mit dem neuen Projekt soll dieser Prozess aktiv begleitet und die Sanierung der Altbausubstanz unterstützt werden.

Wie ein solcher Schritt gelingen kann, zeigt das Beispiel von Alfred Fischbach. Der aus der Eifel Zugezogene stieß im Northeimer Ortsteil Stöckheim eher zufällig auf das alte Schulhaus – ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Heute saniert er es zu großen Teilen in Eigenleistung. „Mit ein bisschen Mut kann man sich hier in der Region in einem der zahlreichen alten Häuser ein schönes Zuhause schaffen“, sagt er. Die Beratung durch das Fachwerk5Eck habe ihm dabei Orientierung bei Planung und Umsetzung gegeben und ihn zusätzlich motiviert, das Projekt anzugehen.

Der Trend zum Leben außerhalb der Großstädte wird inzwischen auch durch aktuelle Statistiken bestätigt. Immer mehr Menschen entdecken die Qualitäten kleinerer Städte und Dörfer neu – kurze Wege, lebendige Gemeinschaften und ein attraktives Wohnumfeld. Für die Fachwerkregion Südniedersachsen eröffnet dies große Chancen, sowohl für die demografische Entwicklung als auch für den Erhalt des außergewöhnlich hohen Bestands an historischen Gebäuden.

Mit der erneuten Förderung unterstreicht das Land Niedersachsen die Bedeutung der interkommunalen Zusammenarbeit im Fachwerk5Eck. Gemeinsam verfolgen die fünf Städte das Ziel, ihre historischen Innenstädte zu stärken, Leerstände zu reduzieren und nachhaltige Zukunftsperspektiven für die Region zu schaffen.