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Vortrag im Museum am 27. Januar

„Ausschreitungen sind nicht vorgekommen - Kriegsende und Novemberrevolution in Northeim“ lautet der Titel des Vortrages von Stadtarchivar a.D. Ekkehard Just, der im Rahmen der aktuellen Ausstellung des Heimatmuseums: "Northeim im Ersten Weltkrieg - Kriegsende 1918. Und dann?" das Begleitprogramm zur Ausstellung eröffnet.

Faksimile der Anzeige der Volksversammlung in den Northeimer Neuesten Nachrichten

Faksimile der Anzeige der Volksversammlung in den Northeimer Neuesten Nachrichten

Aufnahme der Unteroffiziersschule, der späteren Scharnhorst-Kaserne

Aufnahme der Unteroffiziersschule, der späteren Scharnhorst-Kaserne

Der Vortrag findet am Sonntag, den 27. Januar um 11.00 Uhr im Bürgersaal, Am Münster 30, statt. Der Eintritt ist frei. Anschließend wird ein Umtrunk angeboten. 

Geschildert werden die Ereignisse im November 1918 und es wird ein Ausblick auf die stadtgeschichtliche Entwicklung der ersten Jahre der Weimarer Republik in Northeim gegeben: 

"Soldaten patrouillieren durch die Breite Straße. Matrosen sind aus Kiel gekommen. Die in Garnison liegenden Soldaten des Landsturmbataillons versammeln sich in der Alten Kaserne. In der Unteroffiziersschule versammeln sich Mannschaften und Unteroffiziere. Öffentliche Gebäude und Bahnhof sind besetzt. Das ist Northeim am Vorabend des 9. November 1918. Es gibt sogar Schüsse … in die Luft. Ein Arbeiter- und Soldatenrat wird gebildet. Am 12. November wird eine Volksversammlung einberufen. 1.500 von 9.000 Einwohnern sind dabei. Ein Volksrat wird gewählt. Auch Northeim steht an der Schwelle zur Räterepublik. Aber: In Northeim ist das Bürgertum mit im Saale. Die Bewegung wird kanalisiert. Die Stadt wird demokratisch, aber der revolutionäre Elan verpufft.“  

Der einstündige Vortrag ist mit einer Vielzahl von Bildern unterlegt. Danach ist ein Besuch der Ausstellung  möglich. Die Öffnungszeiten sind an diesem Tag verlängert.