Rückblick zum Weihnachtsfest 2022 und Jahreswechsel

Der Jahrwechsel ist für die meisten Menschen die Zeit, inne zu halten und in Gedanken die vergangenen zwölf Monate an sich vorbeiziehen zu lassen. Da gab es schöne Zeiten, aber auch Geschehnisse voller Dramatik und Tragik bestimmten unsere Tage. Gutes und Schlimmes lag – wie so oft im Leben – nahe beieinander. Hier ein bunt gemischter Rückblick zum Weihnachtsfest 2022 und Jahreswechsel:

Foto: Mönkemeyer

Januar – Februar - März

Auch dieses Jahr startete der Jahreswechsel ruhig. Große Silvesterfeiern waren auf Grund der Pandemie-Beschränkungen nicht erlaubt. Die Omikron-Variante bestimmte immer mehr unser Alltagsleben und die Inzidenzzahlen schossen in ganz Deutschland in die Höhe und erreichte Mitte Februar ihren Höhepunkt.

Zu einer schlimmen Explosion kam es am 7. Februar in der Stegerwaldstraße. Vermutlich ausgelöst durch das Bauen eines Sprengsatzes waren 70 Einsatzkräfte bei diesem Großeinsatz vor Ort und leisteten Hilfe. Die Orkantiefe „Ylenia“, „Zeynep“ und „Antonia“ fegten vom 17. bis 20. Februar auch über unseren Landkreis hinweg, was zu Schulausfällen und Einschränkungen im Bahnverkehr führte. Die Feuerwehr und andere Helfer waren zu unzähligen Einsätzen an diesen Tagen unterwegs, um umgestürzte Bäume zu beseitigen und Straßen zu sperren. Ganz herzlichen Dank für Ihren Einsatz bei diesen stürmischen Tagen.

Am 24. Februar geschah das Unvorstellbare: Putin griff die Ukraine an und brachte unsagbares Leid über viele Menschen. Hilflosigkeit und Angst bestimmten von nun an auch unser Leben. Überall in den Städten und Gemeinden des ganzen Landkreises gab es Spendensammlungen und Hilfsaktionen für die vom Krieg betroffene Bevölkerung. Am 8. März startete der erste LKW Richtung Prudnik mit Hilfsgütern für die ukrainische Partnerstadt von Prudnik, ein zweiter folgte am 11. April. Mein Dank geht an alle Beteiligten für diese tolle Hilfsaktion.

Der traditionelle eintägige Frühjahrskrammarkt musste aufgrund der Corona-Lage leider wieder abgesagt werden, aber das „Frühlingserwachen“ fand statt und lockte am 19. und 20. März zahlreiche Gäste in die Northeimer Innenstadt. Vor allem am Sonntag nutzen viele das gute Wetter für den Kauf von Frühlingsblumen oder anderen Gartenartikeln oder shoppten in den offenen Geschäften.

Die Länderchefinnen und -chefs und die Bundesregierung hatten im Rahmen der Bund-Länder-Beschlüsse vom 16.02.2022 drei aufeinanderfolgende Lockerungsschritte vereinbart. Die ersten beiden Schritte erfolgten in Niedersachsen zum 24.02. und 04.03.2022. und schließlich einen letzten Schritt mit Wegfall aller tiefgreifenden Schutzmaßnahmen am 21. März. Niedersachsen verlängerte die schärferen Coronaregeln auf Grund der hohen Inzidenz jedoch bis zum 2. April. Ab dem 3. April war dann nur noch Masken- und Testpflicht trotz sehr hoher Inzidenzen in ganz bestimmten Bereichen nötig.

Danken möchte ich allen großen und kleinen Helfern, die bei der diesjährigen Frühjahrs-Northeim-putzt-sich-Aktion mitgeholfen haben. 21 Vereine, Gruppen und Einzelpersonen sammelten in den Ortschaften und im Stadtgebiet. Der Restmüllcontainer, der zur Deponie nach Blankenhagen gebracht wurde, hatte ein Gewicht von 1.77 Tonnen. Großen Dank gab es auch am 26. März, dem Stadtgeburtstag. An diesem Tag wurden Bürgerinnen und Bürger mit der Bürgermedaille der Stadt Northeim im Rahmen einer kleinen Feier für ihre Verdienste im Bürgersaal ausgezeichnet.

Ende März bezogen die ersten Geflüchteten aus der Ukraine das Erstaufnahmequartier in der Sporthalle der Berufs Bildendenden Schulen.

April – Mai -Juni

Im April wurden die Arbeiten für die Einrichtung von insgesamt sieben neuen Wohnmobilstellplätzen auf dem Parkplatz "Alte Brauerei" abgeschlossen. Auf der Ostseite des Areals sind insgesamt vier Senkrechtaufstellplätze, auf der Westseite entlang des bewachsenen Brauereikellers drei Stellplätze in Längsaufstellungen für größere Wohnmobile entstanden.

Auf der Grundlage der bereits seit 55 Jahren bestehenden Städtepartnerschaft ist die Idee entstanden, einen regelmäßigen Austausch von Praktikanten der Berufsschule in Kooperation mit der BBS 2 in Northeim durchzuführen. Dafür war vom 9. – 13. Mai eine sechsköpfige Delegation des Gymnasium Sauxmarais aus Tourlaville/Cherbourg in Northeim zu Besuch. Die 8 – 10 Praktikant_innen aus Cherbourg werden in der Zeit vom 7.11. – 2.12.in Northeim wohnen, arbeiten und die Schule besuchen.

Nach der langen Corona-Pause fand am Wochenende des 7. und 8. Mai wieder eine NOM-MOT mit vielfältigem Programm statt. Viele Besucherinnen und Besucher waren gekommen und informierten sich rund ums Auto, wobei das Thema Elektromobilität dieses Jahr im Mittelpunkt der Autoausstellung stand. Auch dieses Jahr war die Stadt Northeim mit vielen begeisterten Fahrradfans wieder bei der Stadtradeln-Kampagne des Klima-Bündnis dabei. Danke an alle, die für mehr Klimaschutz kräftig in die Pedale getreten sind.

Mit den Konzerten von Johannes Oerding am 24. Juni und Rea Garvey am 26. Juni startet Northeim mit der Waldbühne endlich wieder durch. Beide Konzerte bringt der Hannoveraner Konzertveranstalter „Living Concerts GmbH“ nach Northeim. Es wurde eine langfristige Kooperation vereinbart, die eine nachhaltige und langjährige Wiederbelebung verspricht. Von Januar bis Juni gab es zu Ehren des verstorbenen Musikers Gerhard Gundermann eine Veranstaltungsreihe unter dem Namen "Gundermann Kulturtage - Innerdeutsche Begegnungen Northeim 2022" in Northeim und der Region. Viele Interessierte nahmen an den Konzerten, Lesungen, Ausstellungen, Info-Ständen, Diskussionen, Filmvorführungen, einem Gottesdienst und einer Exkursion nach Hoyerswerda teil.

Juli - August –September

Mit der Gründung einer „Northeim Marketing-Tourismus-Kultur GmbH“ soll das Marketing für die Stadt Northeim neu aufgestellt werden. Für die Neukonzeptionierung hatte der Stadtrat in seiner Juli-Sitzung grünes Licht gegeben.

1300 Zuschauer waren am 2. Juli-Wochenende auf der Northeimer Waldbühne zum Festival „Forest Rock“ von Jugendbeirat und Stadtjugendpflege dabei. Begeisterung fanden die vielen Mitmach-Stationen am Nachmittag, bevor am Abend 300 Rockfans für Stimmung sorgten. An dieser Stelle noch einmal einen ganz herzlichen Dank an die Sponsor_innen und vor allem an die vielen ehrenamltichen Helfer_innen, die das Festival erst möglich gemacht haben. Auch das Northeimer Weinfest am Wochenende war ein voller Erfolg. Viele Besucherinnen und Besucher waren auf den Münsterplatz gekommen und freuten sich, dass nach zwei Jahren Coronapause wieder etwas in der Innenstadt los war.

Für die Ferienkinder gab ab es auch dieses Jahr wieder die beliebte Ferienspaßaktion des Kinder- und Jugendkulturzentrums. Das Team der Alten Brauerei hatte zusammen mit vielen Northeimer Vereinen, Verbänden und ehrenamtlich Engagierten mit über 90 Veranstaltungen ein tolles Programm für Kinder organisiert. Herzlichen Dank an alle, die mitorganisiert haben.

Danke für Ihr Engagement an alle, die sich an der Herbstaktion „Northeim putzt sich“ am 2. Septemberwochenende beteiligt hatten. Dank Ihrer Hilfe glänzen Northeim und die Ortschaften noch ein bisschen mehr. 

Den traditionellen Klostermarkt besuchten wieder viele Gäste und genossen die „alte Zeit“ bei Kunst, Kultur und Außergewöhnlichem. Auch auf dem Marktplatz war einiges los: Kleine Konzerte, Zauberkunst, Überraschendes und Begeisterndes, Aktionen zum Schauen und Mitmachen waren von Frühling bis Herbst jeden Samstag auf dem Northeimer Wochenmarkt zu sehen.

Freundschaften wurden am letzten Septemberwochenende gepflegt. Nach langer Zeit waren Delegationen unserer Partnerstädte aus Frankreich, Österreich und Polen bei uns zu Gast und es wurden viele gemeinsame Projekte besprochen.

Oktober – November – Dezember

Auch, wenn der Oktober außergewöhnlich warm war- die Heizperiode hatte begonnen und die Bürgerinnen und Bürger spürten die durch den Krieg verbundene Energiekrise immer mehr. Kosten für Energie, Lebensmittel und Sprit steigen immer noch gewaltig und führen bei vielen zu finanziellen Engpässen.
Finanzielle Gründe waren es auch, dass sich der Northeimer Stadtrat mehrheitlich dazu entschied, die Umgestaltung des Münsterplatzes erst noch einmal zu stoppen.

Freude gab es bei Groß und Klein, dass der traditionelle Weihnachtsmarkt dieses Jahr wieder stattfinden konnte und das Jahr nun besinnlich mit guten Wünschen für das Jahr 2023 ausklingen lässt. Die da wären: Vor allem Frieden durch Beendigung des Ukrainekriegs und Normalisierung des Alltags mit „Corona“. Lassen Sie uns gemeinsam zuversichtlich darauf hoffen.

Ich wünsche Ihnen von Herzen erholsame und besinnliche Weihnachten, einen guten Jahreswechsel und ein friedliches, erfolgreiches neues Jahr, vor allem Gesundheit und Zufriedenheit.

Mein abschließender Dank geht an dieser Stelle an alle, die sich für unsere Stadt und ihre Ortschaften eingesetzt haben, den ehrenamtlich Tätigen in Vereinen und Verbänden, in den Kirchen, den Feuerwehren und Rettungsorganisationen, im sozialen und kulturellen Bereich, im Sport, im Rat und den Ortsräten für ihr großes Engagement!

 

Ihr Simon Hartmann
Bürgermeister