Northeim investiert rund 35 Millionen Euro in seine Grundschulen – Dialog mit Schulleitungen und Elternrat schafft zukunftsfähiges Lernumfeld

Die Stadt Northeim steht als Träger der Grundschulen im regelmäßigen Austausch sowohl mit den Schulleitungen als auch mit den Elternräten. So hat auch am 11. März 2026 ein weiteres Abstimmungsgespräch mit dem Stadtelternrat stattgefunden. Ziel des Dialogs ist, die jeweiligen Herausforderungen klar zu benennen, den Schulbetrieb weiterzuentwickeln und für die Schülerinnen und Schüler und alle an Schule Tätigen optimale Bildungsbedingungen zu erreichen. Den örtlichen Beteiligten ist dabei klar, dass die vom zuständigen Niedersächsischen Kultusministeriums verantwortete personelle Ausstattung eine entscheidende Rolle spielt. 

Durch die Stadt Northeim wurden bereits in der Vergangenheit und im Dialog mit der Elternschaft Maßnahmen ergriffen, um den Schulbetrieb weiter zu verbessen. Unter anderem wurden nach einem Beschluss des Rates Stellen für Klassenassistenzen geschaffen und bereits zum Großteil besetzt. Es wurden bauliche Maßnahmen umgesetzt, neue Schulräume und Mensen geschaffen, bestehende modernisiert und die Digitalisierung vorangebracht. 

Von Dezember 2022 bis zu den Sommerferien 2023 hat die Stadt Northeim im Rahmen des Förderprogramms „DigitalPakt Schule“ die Netzwerkinfrastruktur an allen sechs städtischen Grundschulen umfassend ausgebaut. Im Anschluss wurden rund 70 interaktive digitale Schultafeln beschafft und an den Schulen installiert, die eine moderne Wissensvermittlung ermöglichen und über das neu geschaffene Schulnetzwerk betrieben werden. Zudem wurden 20 Tablet-Computer angeschafft, die gezielt im Unterricht eingesetzt werden. Die Anschaffung weiterer rund 270 Geräte ist derzeit in Vorbereitung. Insgesamt investiert die Stadt Northeim rund 944.000 Euro in den Ausbau der digitalen Bildungsinfrastruktur. Davon wurden etwa 395.600 Euro durch das Land Niedersachsen gefördert.

Parallel zur Digitalisierung setzt die Stadt Northeim mit dem „Zukunftskonzept Northeimer Grundschulen“ ein umfangreiches Bau- und Ausstattungsprogramm um. In den kommenden Jahren wird die Stadt Northeim mindestens 35 Millionen Euro in die Infrastruktur der Grundschulen investieren. Ziel ist dabei auch, die Schulen auf den Rechtsanspruch bei der Ganztagsbetreuung vorzubereiten. 

Zu den wichtigsten Projekten zählen:

• Martin-Luther-Schule: Ausbau von Hort- und Betreuungsräumen, zusätzliche Klassenräume, neue Mensa, Bewegungsraum, Sanierung der sanitären Anlagen, barrierefreie Erschließung mit Treppenhaus und Aufzug sowie Neugestaltung des Schulhofs.

• Schule am Sultmer: zweigeschossiger Neubau zur Verbindung der bestehenden Gebäude mit Mensa, Pausenhalle, zusätzlichen Unterrichts- und Differenzierungsräumen, Bibliothek, Werkraum, neuen Verwaltungsbereichen und Aufzug.

• Astrid-Lindgren-Schule: zweigeschossiger Erweiterungsbau mit Unterrichts-, Fach- und Differenzierungsräumen, Bibliothek, neuer Pausenhalle als zentralem Eingangsbereich sowie einer multifunktionalen Mensa.

• Regenbogenschule: Modernisierung und Erweiterung der sanitären Anlagen sowie Verbesserung der Belüftung.

• Schule im Kirchtal: Neubau einer zweizügigen Grundschule mit moderner Ganztagsinfrastruktur.

• Kardinal-Bertram-Schule: Neubau einer zweizügigen Grundschule an einem neuen Standort in Sudheim.

Neben baulichen und technischen Maßnahmen unterstützt die Stadt die Schulen auch organisatorisch. Bereits sieben Klassenassistenzen wurden eingestellt, um Lehrkräfte im Unterricht sowie bei organisatorischen Aufgaben zu entlasten. Eine weitere Ausschreibung läuft derzeit, sodass künftig bis zu zwölf Klassenassistenzen die Northeimer Grundschulen unterstützen werden.

Gleichwohl wird diese Entwicklung Zeit in Anspruch nehmen, doch die Richtung ist klar. Jeder investierte Euro wird bei den Schülerinnen und Schülern ankommen und ihr Lernumfeld verbessern. Dabei macht es der regelmäßige Austausch mit den Schulleitungen und Elternräten möglich, auch kurzfristig dringende Herausforderungen schnell zu erkennen und gemeinsam Lösungswege aufzuzeigen. 

Dafür sind in den vergangenen Monaten auch neue Austauschformate, wie ein regelmäßiges Gespräch mit dem Stadtelternrat, entstanden. Darüber hinaus werden die Entwicklungen in den Grundschulen auch im zuständigen Fachausschuss des Rates regelmäßig beraten. Dort kommen auch die Vertretenden der Eltern und Lehrer und die Lehrervertreter zu Wort und befinden sich so im engen Austausch mit der Stadtverwaltung und dem Stadtrat.