Infotafel erzählt Geschichte des Northeimer Wieterturms

Eine Infotafel erzählt Besucherinnen und Besuchern am Wieterturm nun mehr über die Geschichte eines der wichtigsten historischen Bauwerke der Stadt. Zudem wurde die Treppe aus Kalkbruchsteinen zum Turm saniert.

Foto: von li nach re Dr. Stefan Teuber (Stadtarchivar und Museumsleiter), Harald Rode (Geschäftsführer der Kultur- und Denkmalstiftung Landkreis Northeim), Bürgermeister Simon Hartmann

Eine neue automatische Schließanlage am Turm macht es Gästen bereits seit einiger Zeit möglich, tagsüber ohne Schlüssel den Turm zu besteigen und die Aussicht zu erleben. An sonnigen und klaren Tagen kann weit ins Leinetal geschaut werden – und manchmal sogar bis zum Brocken im Harz. 
Die Maßnahme macht die historische Bedeutung des in den 1880er Jahren errichteten Aussichtsturms auf dem höchsten Berg Northeims für Besucherinnen und Besucher sicht- und erlebbar.
Die neue Infotafel gibt hierzu in Text und Bild Erläuterungen: Wie und wann entstand die Idee für den Aussichtsturm. Wie wurde er erbaut? Wie schnell wurde er errichtet und was hat der Bau damals gekostet? 
Einige abgebildete Postkarten geben Auskunft zum Aussehen und Umfeld des Turms im Laufe seiner nunmehr 143-jährigen Geschichte. Außerdem erwähnt wird die erste Bewirtschaftung beim Turm durch den Wirt Ellhoff, der mit seinem Pferd Liese Getränke und Speisen auf den Wieterberg fuhr. In der Zeitung stand damals gelegentlich zu lesen: „Morgen, Sonntag, und Mittwoch werde ich beim Aussichtsthurme bei günstigem Wetter mit Bier aufwarten. Für Sitzplätze ist gesorgt.“
Per QR-Code lassen sich zudem weitere ausführliche Informationen und historische Bilder abrufen, die anlässlich des 125-jährigen Jubiläum im Jahr 2008 von Ekkehard Just, Stadtarchivar A.D., erstellt wurden. Darüber hinaus lässt sich über einen weiteren QR-Code der Text der Infotafel barrierefrei auf dem Smartphone vorlesen lassen. Dafür lieh der Northeimer Fabio Peter seine Stimme. Das Schild zusammengestellt und gestaltet hat der Stadtarchivar und Museumsleiter Dr. Stefan Teuber.
Finanziell unterstützt wurden die Maßnahmen durch die Kultur- und Denkmalstiftung des Landkreises Northeim und dem Heimat- und Museumsverein für Northeim und Umgebung e.V.