Mit dem Start des neuen Schuljahres treten in Northeim rund 300 Kinder erstmals ihren Schulweg an. Für die „ABC-Schützen“ sind viele Situationen und Eindrücke neu. Damit sie sicher in der Schule ankommen, machen die Stadt Northeim und die Polizeiinspektion Northeim auf wichtige Verhaltensregeln im Straßenverkehr aufmerksam.
„Viele Kinder machen sich in diesen Tagen zum ersten Mal auf den Weg zur Schule. Für sie ist vieles neu. Wir bitten deshalb alle Verkehrsteilnehmenden, gerade im Umfeld der Schulen besonders aufmerksam und rücksichtsvoll zu sein“, sagt Klaus Püllmann von der Abteilung Kultur, Bildung und Sport der Stadt Northeim. Dies gelte insbesondere auch für Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen.
Zum Schuljahresbeginn kommen an allen Schulstandorten wieder die Schulanfangsbanner der Landesverkehrswacht Niedersachsen zum Einsatz. Mit Hinweisen wie „Runter vom Gas“ und „Tempo runter“ machen sie darauf aufmerksam, dass nach den Sommerferien wieder viele Schülerinnen und Schüler sowie Schulbusse unterwegs sind und besondere Vorsicht geboten ist.
An der Schule am Sultmer und an der Martin-Luther-Schule wird in diesem Jahr zusätzlich das Thema der sogenannten Elterntaxis in den Blick genommen. Dort kam es in der Vergangenheit durch den Bring- und Abholverkehr immer wieder zu unübersichtlichen und teilweise gefährlichen Situationen. An der Martin-Luther-Schule wurde in an der Goethestraße deshalb gemeinsam mit Elternvertretenden, dem ADAC und der Polizei eine sogenannte Elternhaltestelle eingerichtet. Sie soll zur Entspannung der Verkehrssituation in der Schillerstraße beitragen und Gefahrensituationen minimieren, da Autos, Schulbussen und Fuß- und Radverkehr ein wenig getrennt werden.
An beiden Schulen kommen zum neuen Schuljahr außerdem zusätzliche Spannbänder der Landesverkehrswacht Niedersachsen zum Einsatz, die gezielt auf die Problematik der Elterntaxis aufmerksam machen. Die Stadt versteht diese Maßnahmen als weiteren Baustein, um Verkehrsteilnehmende und Eltern für die Situation rund um die Schulen zu sensibilisieren und zum Nachdenken über das eigene Verhalten anzuregen. Gleichzeitig bleiben die übrigen Schulstandorte ebenso im Blick: Gemeinsam mit den Schulen wird fortlaufend geprüft, wo sich die Verkehrssicherheit weiter verbessern lässt und welche Maßnahmen vor Ort sinnvoll sind.
Ein wichtiger Beitrag zu einem sicheren Schulweg ist zudem, dass Kinder diesen nach Möglichkeit zu Fuß zurücklegen. „Kinder sollten ihren Schulweg nach Möglichkeit zu Fuß zurücklegen, um ein Gefahrenbewusstsein erlernen zu können. Vorab sollten Schulwege und die Verkehrsregeln mit den Erziehungsberechtigten oder bereits mit den Vorschulkindern im Kindergarten in Zusammenarbeit mit der Polizei geübt werden. So lernen die Kinder die Strecke und mögliche Gefahren bewusst kennen“, sagt Simone Köhler, Polizeihauptkommissarin und Mitglied des Präventionsteams der Polizei Northeim. Rund um die Schulen befinden sich außerdem „gelbe Füße“, die sichere Querungsmöglichkeiten kennzeichnen und den Schülerinnen und Schülern als Orientierung dienen.
Die Sicherheit auf den Schulwegen sind eine gemeinsame Aufgabe von Stadt, Schulen, Polizei, Eltern und allen anderen Verkehrsteilnehmenden. Insbesondere zum Schuljahresbeginn gilt deshalb: Tempo runter, Augen auf und Rücksicht nehmen.

