Konkrete Wünsche und anregende Ideen für die Zukunft der Northeimer Wallanlagen

Die Wallanlagen rund um den historischen Stadtkern Northeims werden saniert und aufgewertet. Mit einer Online-Umfrage und Workshops hat die Stadt Northeim die Bevölkerung am kreativen Gestaltungsprozess beteiligt. Dabei wurden zahlreiche konkrete Ideen und Impulse gesammelt, die nun in die weitere Planung einfließen werden. 

Auf Karten können Teilnehmende konkrete Ideen vermerken.

Zunächst bestand in der Zeit von Mitte Januar bis Anfang Februar 2026 die Möglichkeit, sich online in einer interaktiven Karte entlang der ehemaligen historischen Stadtmauer mit Ideen und Kommentaren einzubringen und diese zu bewerten. In dieser Zeit wurden rund 60 Beiträge eingereicht. 

Weiterhin wurden Beteiligte wie Anlieger sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen, gemeinsam im Rathaus weitere Ideen einzubringen und gemeinsam zu besprechen. An den Fachgesprächen nahmen elf Personen Teil, am öffentlichen Workshop 25. 

Dabei wurden auch die Ideen aus der Onlinebefragung berücksichtigt. Thematisch standen dort vor allem Aufenthalt sowie Spiel, Sport und Bewegung im Fokus. Besonders großen Zuspruch erhielt die Idee eines Sport-Parks, insbesondere als Angebot für Jugendliche. Ebenfalls positiv aufgenommen wurde der Vorschlag, den ehemaligen Spielplatz nördlich des Alten Friedhofs mit niedrigschwelligen Angeboten wie einer Murmelbahn oder Fußballtoren zu reaktivieren und als Treffpunkt für Jugendliche weiterzuentwickeln. Auch die Idee einer Brücke zwischen dem Tourlaviller Wall und dem Bleichewall zur besseren Verbindung der Wallabschnitte und als neuer Aussichtspunkt wurde vielfach unterstützt. 

Größte Baustelle bleiben auch in der Wahrnehmung der Bürgerinnen und Bürger die Wallteiche entlang des Tourlaviller Wall. Die in die Jahre gekommene Gestaltung und Umweltbelastung beeinträchtigt die Aufenthaltsqualität an diesem trotz allem beliebten Ort sehr. Auch deshalb sehen viele Menschen dort das größte Entwicklungspotenzial. 

Der Workshop und die Fachgespräche waren zugleich Gelegenheit, die bisherige Situation entlang der Wallanlage darzustellen und Entwicklungspotenziale aufzuzeigen. So haben sich über die Jahrzehnte thematische Schwerpunkte wie Begegnung, Natur und Sport herausgestellt, für die die einzelnen Abschnitte des grünen Rings für viele Menschen in Northeim stellvertretend stehen. Dies aufzugreifen und weiterzuentwickeln ist Aufgabe der Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Büro „Lichtenstein Landschaftsarchitektur & Stadtplanung“ und wird gefördert durch Städtebauförderungsmitteln aus dem Förderprogramm „Lebendige Zentren“. 

„Die umfangreiche Teilnahme an den Beteiligungsformaten, sowohl online als auch in unserem Rathaus, zeigt, dass den Menschen in Northeim etwas an der Zukunft der Wallanlagen liegt. Das freut mich außerordentlich. Nun wird das Team der Stadtverwaltung mit diesen Impulsen in die weiteren Planungen gehen“, sagt Bürgermeister Simon Hartmann.

Frank Pahland leitet das Projekt in der Abteilung Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalpflege für die Stadt Northeim und ist begeistert von den vielen Ideen aus der Bevölkerung, die nun direkt in die weitere Entwicklung des Planungskonzepts einfließen werden. „Es gab viele konstruktive Vorschläge und spannende Diskussionen. Man merkt, dass die Wallanlagen ein wichtiges Thema für die Northeimer Bürgerinnen und Bürger sind. Die Vor-Ort-Termine waren gewinnbringend und lieferten wertvolle Impulse für den weiteren Prozess.“

Insgesamt wurde deutlich, dass die Wallanlagen als Aufenthalts- und Erholungsraum geschätzt werden und zugleich der Wunsch zur Weiterentwicklung besteht. Die Anregungen und Hinweise bilden eine wichtige Grundlage für die konzeptionelle Ausarbeitung, die gestalterische Weiterentwicklung und die Ableitung konkreter Maßnahmen.