Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe

Die Stadt Northeim unterstützt den Vorschlag der Gemeinschaft Sant´Egidio, die das Netzwerk „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ (Cities for Life – Cities against the Death Penalty) gegründet hat im gemeinsamen Willen, sich in Europa und weltweit für die endgültige Beseitigung der Todesstrafe aus den Rechtsvorschriften und dem Strafrecht der Staaten einzusetzen.


Bürgermeister Simon Hartmann hat mit Unterzeichnung der Einverständniserklärung der Initiative der Gemeinschaft Sant´Egidio „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ angeschlossen und bemüht sich, im Rahmen der eigenen Kompetenzen und im Bereich der eigenen Verantwortlichkeit Raum für Informationen und Sensibilisierung zu schaffen, um die Gründe für eine Ablehnung dieser Praxis dazulegen und über den Fortschritt der weltweiten Kampagne zur Abschaffung der Todesstrafe zu informieren.

Die Gemeinschaft Sant’Egidio ist eine christliche Laienbewegung, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt. Seit 2002 führt die Gemeinschaft die internationale Kampagne „Cities for Life, Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ jeweils am 30. November durch. Das Datum wurde ausgewählt, weil es an die erste Abschaffung der Todesstrafe durch das Großherzogtum Toskana am 30. November 1786 erinnert. Ca. 80 Städte beteiligten sich beim ersten Mal im Jahr 2002. Heute beteiligen sich Tausende Städte an der Kampagne durch vielfältige kulturelle Initiativen, indem sie ein symbolisches Gebäude bzw. einen typischen Platz in besonderer Weise beleuchten oder auf andere Weise dieses Menschenrechtsthema aufgreifen, davon fast 300 in Deutschland.

Der internationale Tag „Cities for Life“ steht für die größte Mobilisierung für die Abschaffung der Todesstrafe auf internationaler Ebene. Es soll ein Dialog mit der Zivilgesellschaft hergestellt werden. Örtliche Verwaltungen und Vertreter beteiligen sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Kompetenzen, um ihre Stadt und deren Bürger für einen Einsatz im Bereich der Menschenwürde zu sensibilisieren.
Kontaktmöglichkeiten zur Kampagne der Städte für das Leben bestehen zum internationalen Sekretariat, das eine koordinierende Funktion hat  (abolition(at)santegidio.org ). In Deutschland steht die Organisation unter ( info(at)santegidio.de  oder leineweber62(at)hotmail.com ) für Rückfragen zur Verfügung.

Weitere Informationen sind auf der Homepage der Organisation unter www.nodeathpenalty.santegidio.org  zu finden.