Teilöffnung der Fußgängerzone für Autos – Chancen für Northeim

Die Innenstadt von Northeim soll sich zukünftig so entwickeln, dass Chancen für eine Steigerung der Attraktivität genutzt werden. Die probeweise Teilöffnung für Autos und damit die Belebung der Fußgängerzone könnte ein erster Schritt sein. So würde die Innenstadt dem veränderten Kaufverhalten angepasst. Ziel ist es, dass mehr Besucher bequemer in Northeim einkaufen. Damit soll der Umsatz in den Geschäften gesteigert und gleichzeitig neue Geschäfte angesiedelt werden.

(Northeim, 15. Oktober 2015)

Eine Teilöffnung der Fußgängerzone würde für Northeim gleich mehrere Chancen öffnen. Zum einen reagiert die Stadt darauf, dass es beim Einkaufen für immer mehr Menschen wichtig ist, geschäftsnah mit dem PKW in der Innenstadt vorzufahren und zu parken. Damit wird die Stadt belebter und attraktiver. Dieses ist die Voraussetzung, damit sich neue Geschäfte ansiedeln. „Vor dem Hintergrund der Leerstände, des Umsatzrückganges und einem Abwandern von Geschäften an den Stadtrand, sollten und müssen wir gemeinsam in Northeim den Mut haben, neue Wege zu gehen – und nur wer etwas ausprobiert, kann nachher etwas beurteilen“, so Hans-Erich Tannhäuser, Bürgermeister der Stadt Northeim. „Ziel ist es, mehr Menschen von den Einkaufsmöglichkeiten in unserer Innenstadt zu überzeugen.“ 

Dabei wäre die Teilöffnung nur ein erster wichtiger Schritt zur Neukonzeption der Innenstadt. Diese wird von der Stadtverwaltung forciert. Grundlage ist für sie ein Städtebaulicher Wettbewerb. Dabei würden mehrere erfahrene Planungsbüros Vorschläge für die zukünftige Gestaltung der Fußgängerzone liefern und die Stadt würde von den Erfahrungen in anderen Städten profitieren. Die aus dem Wettbewerb resultierenden Vorschläge würden dann nach und nach so umgesetzt, dass sie finanziell für die Stadt umsetzbar sind. Einbezogen werden Themen wie Sanierung und Gestaltung der Oberfläche der Fußgängerzone, darunter liegende Ver- und Entsorgungsleitungen, der Öffentliche Personennahverkehr, Ansiedlung neuer Geschäfte, die Hinterhöfe oder Parkraumbewirtschaftung. Voraussetzung des Städtebaulichen Wettbewerbes ist ein positiver Beschluss des Stadtrates.