Standuhr

Standuhr von Bürgermeister Peters der Stadt Northeim geschenkt

Frau Irma Budig und Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser

Am Dienstag, dem 28. März 2017 hat Frau Irma Budig aus Kirchlinteln nahe Verden an der Aller der Stadt Northeim eine Standuhr überlassen. Das besondere an der Standuhr ist, dass es sich um eine Schenkung der Stadt Northeim an Bürgermeister Richard Peters zu dessen 25-jährigen Dienstjubiläum im Jahr 1928 handelt.

Frau Budig, die Enkelin von Bürgermeister Peters, übergab die Standuhr nun Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser, der viele herzliche Dankesworte fand. Die Standuhr soll im Bürgermeistervorzimmer, neben dem Aussteuerschrank von Marie Frankenberg, welcher bereits im vorangegangenen Jahr von Familie Kahnert der Stadt übergeben worden war, einen neuen Ehrenplatz erhalten.

Bürgermeister Richard Peters wurde 1872 in Eschershausen geboren und wurde 1903 Bürgermeister der Stadt Northeim. Zugleich war er Kreistagsmitglied, Kreisdeputierter und Provinziallandtagsabgeordneter. Zum 25. Dienstjubiläum am 15. Oktober 1928 erhielt Bürgermeister Peters von Senator Friese als Gabe der Stadt Northeim eine Standuhr. Zugleich wurde einstimmig beschlossen, der bisherigen Ringstraße oberhalb der Stadt den Namen „Bürgermeister Peters-Straße“ zu geben.

Neben vielen weiteren Ehrungen spielte, wie in der Göttingen-Grubenhagenschen Zeitung vom 17. Oktober 1928 zu lesen ist, die Feuerwehrkapelle zu einem Konzert auf dem Marktplatz auf, bei welcher eine große Menschenmenge herbeigelockt war. „Auch Herr Peters und seine Familie waren anwesend. Kurz vor 5 Uhr erschien plötzlich ein Flugzeug; Doppeldecker…um den Jubilar eine besondere Ehrung dadurch zu erweisen, dass er im glänzendem Fluge aus etwa 150 Meter Höhe einen Lorbeer-Kranz mit gelb-roter Schleife herab warf mit … in Silber gestickter Inschrift. Der Kranz fiel einige Meter vom Bürgermeister nieder und wurde ihm von einem jungen Mädchen überreicht.“

Einige Jahre später begann eine neue Zeit. Im Verlauf der Ereignisse der Jahre 1933 und 1934, der Machtergreifung der Nationalsozialisten, kam es zu einer Kampagne gegen Bürgermeister Peters, dessen Ziel die Absetzung und Neuwahl des Amtsinhabers war. Peters wurde schließlich 1934 auf Verfügung des Ministers des Inneren in den Ruhestand versetzt.

Altbürgermeister Richard Peters verstarb am 5. März 1956 in Northeim.